Mein täglicher Begleiter – für mein Leben mit COPD

Im Frühsommer 2021 hat die Selbsthilfegruppe COPD-Austria beim PIA (Patient Innovation Award) der Firma Novartis ein Projekt eingereicht, das Menschen  den Umgang mit ihrer Krankheit erleichtern soll.

Jetzt liegt das Ergebnis vor. „Mein täglicher Begleiter – für mein Leben mit COPD“ In diesem Tagebuch wird in Form täglicher Aufzeichnungen der Verlauf und das Empfinden des Patienten festgehalten. Es war uns bei der Planung wichtig, einen – nicht nur an medizinischen Messwerten und Zahlen orientierten Krankheitsverlauf, – sondern vorrangig einen „gefühlten“ darstellen zu können.

Wer mit der Diagnose COPD konfrontiert wird, dem ergeht es vermutlich wie vielen Betroffenen: Sie haben noch nie etwas von der chronischen Lungenkrankheit gehört. Nach der Diagnose sind daher verständlicherweise viele Fragen offen. Auch für Patienten, die schon länger mit COPD leben und bereits einige Höhen und Tiefen hinter sich haben, ist es wichtig, über Ihre Erkrankung gut Bescheid zu wissen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie letztendlich anzunehmen – sie wird Sie von nun an begleiten.

„Mein täglicher Begleiter“ soll dabei unterstützen – gemeinsam mit betreuenden Ärzten – das Beste für Lunge, Wohlbefinden und eine gute Lebensqualität zu erreichen.

Er soll auch dazu beitragen, dass Angehörige einen besseren Einblick in die Krankheit und deren Verlauf haben. Sie können vor allem anhand der Eintragungen sehen, wie es den Betroffenen geht und diese auf dem Weg zum Therapieerfolg unterstützen.

Im „täglichen Begleiter“ werden alle medizinischen Informationen des Patienten eingetragen. Medikation, Begleit- und weitere Erkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten, Ärzte und Ansprechpersonen gehören ebenfalls zu den gesammelten Informationen. Damit sind viele wichtige Hinweise im Notfall rasch zur Hand.

Basisinformationen zur chronischen Atemwegserkrankung COPD, zur medikamentösen Behandlung, ein CAT-Test und Tipps bei einer plötzlichen Verschlechterung, einer Exazerbation sind wertvolle Ergänzungen.

Mithilfe der laufenden Aufzeichnungen soll der Patienten sehen, dass es sich lohnt, einen aktiven Umgang mit der Erkrankung zu pflegen. Dass die Krankheit durch Bewegung und andere Aktivitäten beeinflussbar ist. Dass man den Verlauf durch Atemtraining zwar nicht stoppen, aber doch verbessern und hinauszögern kann.

In Zusammenschau mit den Ergebnissen der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle zeigt sich ein „objektiver“ Verlauf. Damit ist es auch möglich, rasch eine optimale Therapieanpassung vorzunehmen und gleichzeitig wird deutlich, dass die Verordnung von Medikamenten, von Sauerstoff und deren richtige Verwendung sinnvoll ist und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Letztendlich geht es darum, wahrzunehmen, dass es durchaus möglich ist, auch mit COPD ein gutes Leben führen zu können.

„Mein täglicher Begleiter – für mein Leben mit COPD“ wird über Lungenfachärzte und REHA-Einrichtungen erhältlich sein. Er kann auch direkt über die Homepage www.copd-austria.at angefordert werden.